In einer Einrichtung

Wer reicht den Antrag ein?

Es muss keinen Antrag gestellt werden. Der Jugendhilfedienst übermittelt der Kindergeldkasse automatisch die Angaben der Einrichtung. Sie tun dann das Nötige.

An wen?

  • 2/3 des Kindergeldes wird der Einrichtung oder dem Jugendhilfedienst ausgezahlt.
  • 1/3 des Kindergeldes wird der Person, die das Kind vor der Unterbringung großzog ODER auf ein Sparkonto auf Namen des Kindes eingezahlt.

Wie viel?

Wenn ein Drittel an eine Person gezahlt wird:

Das Basiskindergeld und die zusätzlichen Sozialzuschläge für alle Kinder, für die der Kindergeldberechtigte Kindergeld erhält, werden zusammengerechnet. Dieser Betrag wird durch die Anzahl Kinder geteilt.

Für ein untergebrachtes Kind werden der Alterszuschlag und/oder der Zuschlag für behinderte Kinder hinzugezählt.

Dieser Betrag wird aufgeteilt:

  • 2/3 für die Einrichtung oder für den Jugendhilfedienst,
  • 1/3 für die Person, die das Kind vor der Unterbringung großzog.

Das untergebrachte Kind wird in die Berechnung des Kindergeldes für die anderen Kinder einbezogen.

Beispiel

Erich und Ramona leben zusammen. Ihr Haushalt zählt drei Kinder: Frank (16), Eva (14) en Björn (7).

Der Jugendrichter bringt Frank in eine Einrichtung unter. Die Beträge der drei Ränge werden zuerst zusammengerechnet und durch die Anzahl Kinder geteilt.

Für Frank werden der Alterszuschlag und/oder der Zuschlag für behinderte Kinder hinzugezählt.

Dieser Betrag wird aufgeteilt:

  • 2/3 für die Einrichtung oder für den Jugendhilfedienst,
  • 1/3 für die Mutter Ramona

In diesem Fall interveniert Frank in der Kindergeldberechnung der anderen Kinder.

Wenn ein Drittel auf ein Sparkonto angewiesen wird:

Das Basiskindergeld und die zusätzlichen Sozialzuschläge für alle Kinder, für die der Kindergeldberechtigte das Anrecht eröffnet, werden zusammengerechnet. Dieser Betrag wird durch die Anzahl Kinder geteilt.

Für ein untergebrachtes Kind werden der Alterszuschlag und/oder der Zuschlag für behinderte Kinder hinzugezählt.

Dieser Betrag wird aufgeteilt:

  • 2/3 für die Einrichtung oder für den Jugendhilfedienst,
  • 1/3 auf das Sparkonto.

Das untergebrachte Kind wird nicht in die Berechnung des Kindergeldes für die anderen Kinder einbezogen.

Beispiel

Erich und Ramona leben zusammen. Ihr Haushalt zählt drei Kinder: Frank (16), Eva (14) en Björn (7).

Der Jugendrichter bringt Frank in eine Einrichtung unter. Die Beträge der drei Ränge werden zuerst zusammengerechnet und durch die Anzahl Kinder geteilt.

Für Frank werden der Alterszuschlag und/oder der Zuschlag für behinderte Kinder hinzugezählt.

Dieser Betrag wird aufgeteilt:

  • 2/3 für die Einrichtung oder für den Jugendhilfedienst,
  • 1/3 auf das Sparkonto

Frank wird nicht in die Berechnung des Kindergeldes für die anderen Kinder einbezogen.